Fuchsjagd

 

Funkpeilwettbewerbe, bei denen versteckte Sender zu finden sind, nennt man in Amateurkreisen "Fuchsjagd".

Der DARC (www.darc.de/referate/ardf) veranstaltet regelmäßig Fuchsjagden, bei denen nach ARDF-Regeln (ARDF = Amateur-Radio-Direction-Finding) fünf Sender im Wald zu finden sind. Bei OV-Veranstaltungen findet man eher die lockere Variante, ohne feste Regeln, zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Eine Fuchsjagd mit dem Auto ist eher unüblich, da die Unfallgefahr zu hoch ist.

Um den "Relais-Entstörer-Nachwuchs" zu fördern habe ich von Nov. 1991 bis Nov. 2001 insgesamt 12 Mobilfuchsjagden veranstaltet. Zu suchen waren bis zu fünf 144-MHz-Sender, die im Halbkreis von 15 km um Ludwigshafen versteckt waren. Sie sendeten eine Minute lang und pausierten anschließend eine Minute, usw.. So mancher Teilnehmer hatte gemerkt, welch' "hartes Geschäft" es sein kann, einen UKW-Sender zu peilen, selbst wenn dieser "fast ständig" gesendet hatte. Wenn's dann noch naß war und der Sender womöglich in der Innenstadt war, hat so mancher wegen starken Reflexionen aufgegeben.

Eine mir oft gestellte Frage lautet:
"Könnten die ARDF-Peilspezialisten nicht unseren Relaisstörer zur Strecke bringen? Für die wäre es doch ein Leichtes, da sie die Erfahrung und die nötige Ausrüstung haben!". Die Antwort ist ein klares NEIN,

denn:

Bei einer geplanten, nach strengen ARDF-Regeln durchgeführten Veranstaltung kann ein Sucherfolg IMMER garantiert werden. Die Jäger wissen genau WANN und WIE LANGE die Sender senden, WIE WEIT sie ungefähr von einander entfernt sind und WANN der Wettbewerb zu Ende ist. Gefunden werden meist ALLE Sender; die Frage ist nur, ob in 40 oder 90 Minuten?

Bei Relaisstörern sieht die Sache ganz anders aus:
Störer halten sich an keine Regeln. Sie senden WANN und WIE LANGE, bzw. KURZ sie wollen (Ein kurzer Rülpser in zwei oder vier Stunden...?). Die Antenne ist nicht auf 50 m am roten Fähnchen zu erkennen. Sie senden tagsüber, wenn man arbeiten muss, oder nachts, wenn man schlafen sollte. Sie senden NIE am Wochenende und schon gar nicht ein Dauersignal! Sie halten nicht still, sondern sind ständig mobil oder schalten "kurz vor dem Ziel" einfach ab, um sich zu Bett zu begeben - Da steht man dann in der Landschaft, nachts um halb zwei, und fährt gefrustet wieder nach Hause!

Mit solchen Bedingungen kann man keinen versierten ARDF-Fuchsjäger locken - da braucht es Geschick und Ausdauer, nicht Schnelligkeit!

DF9IE, Roland

 

Letzte Aktualisierung: 07.06.2011

 

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